Der Weg ist das Ziel 2021

Samstag: 03.07.2021
Start: km-Stand: 1.191.964
Dienstag: 20.07.2021
Ende: km-Stand: 1.194.696
Gefahrene km: 2.732

Wir sind noch nie so unvorbereitet und planlos in den Urlaub gestartet. Ich habe versucht die Meldungen durch die Nachrichten auszuschalten und auch keine Länderseiten bzgl. Corona an mich rankommen zu lassen. Ich dachte einfach nur los, es wird schon klappen und wir werden durchkommen wie immer. Sicherheitshalber haben wir uns negative Testbescheinigungen in englischer Sprache in die Tasche gepackt. Es hieß, in Schweden darf man einreisen mit einem Test der max. 48 Stunden alt ist.

Also brachen wir Samstag Vormittag auf nach Fehmarn. Die Fahrt war sehr nervig, da es immer wieder zu Staus kam, aber letztendlich kamen wir problemlos auf Fehmarn an, haben uns einen Stellplatz am Hafen Burgstaaken 3 genommen. Für 10 € darf man die ganze Nacht stehen. Der Platz war sehr schön ruhig. Die Sanitäranllagen befinden sich derzeit noch im Bau, sodass wir diese nicht nutzen konnten. Aber es war egeal, wir haben ja alles dabei. Ich hatte die halbe Fahrt schon geschlafen und war bei der Ankunft wieder total müde. Wir haben eine kleine Runde am Hafen gedreht und sind früh schlafen gegangen. Die Nacht war gut, alles sehr ruhig.

Gefahrene Km: 365

Sonntag, 04.07.2021

Fahrt von Fehmarn über Rodby nach Malmö
Wir sind bei schönstem Sonnenschein erwacht. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite. Nach einem kleinen Frühstück sind wir zurück Richtung Festland gefahren, da wir noch tanken wollten. Da wir aufgrund unserer Höhe nicht überall tanken können müssen wir immer genau abwägen. Wir haben den Tank richtig voll gemacht und 270 l getankt bei 1,47 €/l. Das tut im ersten Moment richtig weh. Dann ging es direkt nach Puttgarten auf die Fähre. Kurz rangefahren, Ticket gekauft und schon ging es los. 45 Minuten Überfahrt nach Eödby kosten für das Womo und 2 Personen 137 €. Niemand wollte irgendwelche Tests sehen. Auf der Fähre im Inneren mussten wir Masken tragen, auf Deck nicht.

In Dänemark angekommen mussten wir alle durch Zollkontrollen. Viele Autos wurden einfach durchgewunken, wir natürlich nicht. Wie sich rausstellte, wollte sich der Zollbeamte nur mal unser Womo anschauen. Wir mussten Ausweise zeigen und einen Coronatest. Den hatten wir ja zum Glück. Letztendlich hat er nicht wirklich draufgeschaut. Respekt für unserern „Dicken“ ausgesprochen und gute Reise gewünscht.

Wir sind sofort weitergefahren über Kopenhagen nach Malmö. Es ging sehr zügig, doe Straßen waren relativ leer. Von Kopenhagen, das letzte Stück nach Malmö waren kaum noch Autos unterwegs. Es ging die letzten 20 km auf eine Maustraße nach Malmö. Dort wurden wir am Ende ankassiert und die Ausweise wurden kontrolliert. Einen Coronatest wollte man in Schweden nicht von uns sehen. Alles ist gut, wir sind in Schweden…juhu.

In Malmö haben wir uns wieder einen Stellplatz direkt am Hafen gesucht. Ein wunderschönes Plätzchen. Wir hatten ncoh viel Auswahl. Der Platz kostet inkl. allem 200 SEK pro Nacht. Zum Glück haben wir dieses Mal unsere Fahrräder mitgenommen und auch gleich noch eine kleine Erkundungstour gemacht. Es ist wunderschön hier. Es wird unglaublich viel gebaut. Ich habe mir eine Stelle gesucht, wo ich morgen ins Wsser auf das SUP gehen kann. Herr P. ist baden gegangen in einer kleinen Bucht. Am Abend haben wir noch eine kleine Radtour in die andere Richtung gemacht und kamen anen Stadtstrand von Malmö. Super lang, wunderschön und es tobte das Leben. Leider hatten wir usnere Handys nicht dabei. Wir müssen da morgen noch einmal hin und Fotos machen.

Montag, 05.07.2021
Stellplatz in Limnham, der 2. Tag

Die Nacht war sehr ruhig, wir sind früh aufgestanden. Ich bin an den Strand geradelt und habe ein bisschen Sport gemacht. Es war total leer, die Strände, Plätze und Wiesen waren schon wieder super sauber und aufgeräumt. Ich stand vollkommen alleine auf der großen Seebrücke. malmös Copacabana heißt Ribersborg. 2 km säumt feinster Sandstrand die seichte Badebucht. Im „Kalibadhus“ von 1898 kann ganzjährig in Salzwasser gebadet werden und in der holzbefeuerten Sauna schwitzen. Hier ein Blick auf das Kalibadhus von heute Morgen.

Nach dem Frühstück sind wir in das Zentrum aufgebrochen. Irgendwie haben wir nicht richtig auf die Karte geschaut und sind einen riesigen Bogen in das Zentrum mit den Fahrrädern gefahren. Soviel, wie wir heute mit dem Rad unterwegs waren, haben wir die letzten 20 Jahre nicht zurückgelegt. Zum Glück haben wir dieses Mal die Rädern mitgenommen.

Das direkte Zentrum kann man sehr gut zu Fuß erkunden. Seit der Fertigstellung der Oresundbrücke im Jahr 2000 hat Malmö einen regelrechten Boom erlebt. Sie ist die längste Brücke Europas mit einer Gesamtlänge von 7845 m, einer 4055 langen künstlichen Insel und einem 3510 m langen Tunnel.
Ein weiteres modernes Bauwerk ist der Touring Tower mit einer Höhe von 190,4 m. Der höchste Wolkenkratzer Skandinaviens und das neue Wahrzeichen Malmös.

hier einige Ansichten von heute:
Der Hauptplatz der Stadt heißt Stortoget, der als größter Marktplatz der nordischen Länder gilt. In der Mitte befindet sich das Denkmal des schwedischen Königs Karl X. Gustav. Gegenüber befindet sich das monumentale Rathaus, es wurde 1546 errichtet und mehrmals umgebaut.

Startoget

Impressionen aus Malmö:

Wir waren ein bisschen bummeln und shoppen. Auf dem Rückweg sind wir immer entlang am Wasser zurückgefahren. Wir waren beeindruckt von der Sauberkeit der großen Rasenflächen und Plätze. Ganz zentral gibt es auch große WC-Gebäude, die super sauber sind und kostenfrei. Man darf sich dort max. 20 Min. aufhalten.

Wieder zurück in unserem Hafenviertel im hippem Stadtteil Västra Hamnen (hier wird unglaublich viel gebaut nach ökologischer Baukunst. Es war ein altes Industriegelände). Nach einem kleinen Essen hat sich Torsten mein SUP aufgeschnallt und es sollte ans Wasser gehen. Zum Glück viel mir noch rechtzeitig ein, dass wir das Paddel vergessen haben. Ohne Paddel kann ich nicht aufs Wasser gehen und schon garnicht, wenn es so windig ist, wie heute. Das war natürlich sehr ärgerlich. Morgen werden wir versuchen ein Paddel zu kaufen. Dann haben wir uns noch einmal die Fahrräder geschnappt und sind an die schöne Badestelle gegenüber vom Stellplatz gefahren und haben gebadet. Es war die ganze Zeit heute sehr windig und am Nachmittag zog es sich immer mehr zu. Gegen 17 Uhr fing es an zu regnen. Egal, wir machen es uns bequem auf unserer Sitzecke und schauen, wohin die Reise morgen weitergehen wird.

Dienstag, 06.07.2021
Fahrt von Malmö über Hässleholm, weiter zum Stellplatz nach Tyringe
gefahrene km: ca. 60 km-Stand: 192706

Nachdem gestern der Regen wieder aufgehört hatte, haben wir noch eine kleine Runde durch das Viertel gedreht. Ein richtig netter Ort, wo man bestimmt gut wohnen kann (zuminest auf den ersten Blick).

Heute morgen war ich wieder sehr früh wach und habe mir mein Fahrrad geschnappt, Badesachen angezogen und Yogamatte aufgeschnallt. Ich musste noch einmal an diesen wunderschönen Strand fahren mit Blick auf den Turning Tower. Es waren wieder nur einige Menschen unterwegs. Sie haben Sport gemacht oder sind schwimmen gegangen. In den Parkanlagen kann man überall Sport machen, es gibt ganz viele verschiedene Geräte, um sich daran zu vergnügen. Ich habe meine Matte am Strand ausgerollt und ein paar Sonnengrüße gemacht und danach habe ich mich im Meer abgekühlt. Es war einfach nur unglaublich schön.

Gegen 8 Uhr war ich zurück, habe Herrn P. aus dem Bett geschmissen und dann haben wir gefrühstückt und alles in Ruhe zusammengepackt. In das Navi haben wir den nächst größeren Ort eingegeben (Hässleholm), in der Hoffnung irgendwo einen Laden zu finden, wo ich ein SUP-Paddell kaufen kann. Auf der Fahrt haben wir den Hinweis zu einer Sehenswürdigkeit entdeckt und uns gesagt, dass schauen wir uns mal an. Vielelicht ist es interessant. Und das war es. Wir sind zu dem Bosjökloster,aus dem 12. Jahrhundert, gelangt. Wir konnten dort sehr gut schattig parken. Der Eintritt kostet 100 SEk pro Person. Es lohnt isch wirklich. Es wird die Geschichte der Nonnen dargestellt. Sie haben täglich an sieben bestimmten Zeiten gebetet. Das erste Gebet fand 02:00 Uhr statt.

Hier einige Impressionen von dem Kloster. Direkt am Kloster befindet sich ein See, auf dem man mit kleinen Booten schippern kann. Im Kloster befinden sich einige verschiedenen Ausstellungen mit sehr schönem Handwerk. Im Klostercafè haben wir eine Kleinigkeit gegessen. Wir waren sehr begeistert von dieser wunderschönen, gepflegten Anlage.

Dann ging es weiter. Wir haben an kedem Geshäft angehalten, wo es evtl. ein Paddel geben könnte. Leider alels vergebens. Dann habe ich meinen Bruder Marco angeschrieben, dass er mal im Netz einen Shop suchen sollte, der in der Nähe liegt und Paddel verkauft. Ein paar Minuten später hatten wir die Adresse und auf ging es direkt in das Zentrum von Hässleholm. Überall standen fette Verbotsschilder für LKw ab 3,5 Tonnen. Aber wir mussten da rein. Also fuhren wir einfach überall rein und plötzlich standen wir vor der Fußgängerzone mit Spielstraße. Wir haben gedacht, einfach dumm stellen, wenn jemand kommt. Also durch die beruhigte Zone durch und einen Stellplatz suchen. Den gab es natürlich nicht, da ja Lkw’s dort nicht s zu suchen hatten. Wir haben uns einfach auf einen Pkw-Platz vor der Kommune gestellt und ich bin in den Intersport mitten im Zentrum gerannt. Völlig erschöpft dort angekommen, habe ich mich auch sofort auf einen Verkäufer geschmissen und es stellte sich raus, dass sie nur Sportbekleidung führen, er könnte mir das Paddel aber bestellen (was natürlich nicht wirklich Sinn machte). Also flitzte ich wieder zurück zum Parkplatz in der Hoffnung, dass Torsten nicht erwischt wurde. Wir fallen ja auch überhaupt nicht auf mit unserem „Dicken“. Alle ging gut. Wir fuhren wieder aus der Stadt raus, mit dem Ziel einen kleinen Stellplatz mitten im Nirgendwo zu finden. Nach 20 Min. haben wir ihn gefunden, mit Blick auf den Finjasee. Der Stellplatz befindet sich in Tyringe und kostet 280 SEK bzw. 30 € (die gerne genommen wurden). Ganz schön teuer, aber egel. Wir bleiben 1 Nacht. Es gibt ein kleines Restaurant mit einem echten Italiener und einen Naturbadeteich. In den haben wir uns gleich nach Ankunft gestürzt und und uns abgekühlt. Das Wetter meint es wirklich gut mit uns. Es ist wieder sehr warm heute. Ganz plötzlich fing es an zu regenen und hielt die ganze Nacht an.

Mittwoch, 07.07.2021
Fahrt von Tyrenga mit Umweg über Kristianstand nach Evedals
gefahrene km: 211
Stand: 1.192.917

Heute war es den ganzen Tag bewölkt und hat immer wieder leicht geregnet. Von daher war es egel, dass wir die ganze Zeit gefahren sind. Wir haben extra einen Umweg von ca. 50 km eingeplant, um in den Intersport nach Kristianstand zu fahren, um endlich das Paddel zu kaufen. Der Shop befindet sich etwas außerhalb in einem großen Gewerbegebiet und wieder gab es nur Sportkleidung. Ich dachte, dass ist doch alles nicht wahr, wieder umsonst gefahren. Dann sind wir noch die Ekohallen gefahren, etwas außerhalb, aber auch vergebens. Ich wollte schon aufgeben und habe überlegt, wie ich mein Paddel von Deutschland herbekomme. Die ÜBerlegung war, dass mein Bruder es am Freitag im Flieger mitbringt oder ich bestelle es im Internet und lasse es in sein Hotel nach Stockholm liefern. Dann kam die Erlösung. In Växjö, wo wir uns jetzt befinden ist ein cooler, riesig, großer XXl Sport Laden. Endlich haben wir das ersehnte Paddel gefunden. Der Laden war der Hammer, ich konnte mich kaum trennen und wollte am liebsten Großeinkauf machen, aber Torte musste mich bremsen.

Unglaublich, wieviel Zeit und Spritgeld wir in die Suche nach dem Paddel gesteckt haben.

15 Minuten später haben wir dann unser heutiges Ziel, einen schönen Stellplatz direkt an einem See erreicht, in Evedals. LJ Brandts väg. 3, 35263 Växjö, Preis pro Nacht 350 SEK zzgl. Duschen nach Verbrauch. Kaum waren wir auf dem Stellplatz angekommen, kam die Sonne raus und bisher scheint sie noch. Mal schauen, evtl. bleiben wir 2 Nächte. Dann machen wir morgen einen Badetag mit SUP paddeln.

Donnerstag, 08.07.2021
gefahrene km = 0
mit dem Fahrrad: 10 km

Wir sind den 2. Tag auf dem Campingplatz in Evedal. Ein wirklich schöner Platz, mit kaum Betrieb.


Meine erste Aktion heute Morgen war Yoga am Strand. Ich war ganz alleine, es war wunderschön. Nach dem Frühstück ging es auf das SUP-Board. Erst noch etwas verhalten, da niemand dort auf dem Wasser war. Aber dann habe ich mich weiter raus gewagt. Es war einfach nur toll. Das Brett ist wirklich super und ich fühle mich sehr sicher. Herr P. wollte es nicht einmal versuchen. Na egal, muss er ja auch nicht.

12 Uhr mussten wir unseren Aufenthalt offiziell verlängern, sonst wäre es sehr teuer geworden. Am Nachmittag sind wir uaf unsere Fahrräder gestiegen und sind 5 km hin in die Stadt geradelt. Wenn Herr P. einmal tritt, muss ich 3 x treten mit Mamas kleinem Klapprad. Aber egel, ich bin so dankbar, dass wir die beiden Fahrräder mitgenommen haben. Ich weiß garnicht, warum wir keine Fahrräder die letzten Jahre mitgenommen haben…

Über sehr gut ausgebaute Fahrradwege, an vielen Kreiseln entlang kam wir in die Innenenstadt von Växjö. Die hatten wir mit dem Wohnmobil schon befahren am Vortag, bei der Suche nach dem XXL-Sport-Laden. Wir sind ein bisschen rumgebummelt. Ich musste ein Softeis mit Lakritze essen und mehr haben wir nicht gemacht. Die Innenstadt war nicht wirklich beosnders. Auf dem Rückweg haben wir ein bisschen im COOP eingekauft. Wir waren erstaunt, dass sie wieder auf hatten. COOP ist in der vergangenen Woche ganz böse gehackt worden mit Erpressung.

Spontan haben wir uns zum Grillen entschieden. Also Fleisch für Torte und Halumi für mich.

Alles in allem ein sehr ruhiger, beschaulicher Tag. Jetzt machen wir die grobe Route für morgen fertig. Ich gehe früh noch einmal auf das Wasser und gegen Mittag starten wir weiter nach Norden. So langsam Richtung Stockholm.

Tag 6: Freitag, 09.07.2021
Fahrt von Växjö nach Gänna
Stand: 1.193.077
gefahrene km: 160 km

Heute Morgen haben wir verdammt lange geschlafen, bis kurz vo 9 Uhr. Um 05:20 Uhr meinten so ein paar Halbstarke, sie müssen ihre Musik ganz laut drehen und mal alle auf dem Platz aufwecken.

Wir haben gefrühstückt, alles in Ruhe zusammengepackt, ausgecheckt und haben den Lkw dann vor die Schranke gestellt, damit ich noch einmal auf’s Wasser kam. Leider war es so windig, dass ich mich kaum stehend auf dem Board halten konnte und so war alles schnell beendet, wir haben wiede die Luft abgelassen und uns auf den Weg gemacht Richtung Jönköping.

Die Fahrt war ganz entspannt. Unterwegs haben wir eine kleine Kirche besichtigt, die Kirche Gamla Hjälmeryd, eine auferstandene Ruine. Sie stammt aus dem 11. Jahrhundert und wurde 1934 wieder eingeweiht, nachdem sie lange nicht genutzt wurde und verfallen war.

Hier einige Impressionen innen und außen:

Dann haben wir Jönköping erreicht aber keine Lust gehabt dort einen Platz zu suchen. Es war irgendwie sehr riesig.

Wir entschlossen uns weiter bis Gränna zu fahren. Alle Autos, Wohnmobile haben sich durch eine kleine, enge Straße gedrängt. Eine andere Zufahrt gibt es anscheinend nicht. Ein wunderschöner Ort, touristisch erschlossen, mit einem riesigen Campingplatz und einem großen Stellplatz für Wohnmobile. Da wir alles dabei haben, entschieden wir uns für den Platz vor der Schranke, 24 Stunden für 150 SEK. Momentan ist es recht laut, aber ich denke es wird sich im Verlauf des Abends geben. Hier gibt es einen kleinen Hafen mit Badestrand. Man könnte mit der Fähre auf die nahliegende Insel Visengsö fahren.

Wir sind in der Stadt rumgebummelt. Hier gibt es in jedem 3. Geschäft viele Süßigkeiten aus Zucker. Polkagrisar. Gränna är polkagrishuvudstad. Das scheint hier eine Tradition zu sein. Ich habe mich natürlich auch verführen lassen:

Heute Abend passiert nciht mehr viel, es tröppelt ein bisschen und wir machen jetzt Abendbrot. Es gibt Bratkartoffeln.

Wir sind 300 km von Stockholm entfernt.

Samstag, 10.07.2021
Fahrt von Gänna nach Nyköping
gefahrene km: 210
Stand: 1.193.287

Die ganze Nacht hat es geregnet, heute früh auch noch. Dennoch bin ich raus zum Hafen gegangen. Ich muss mich etwas mehr bewegen. Am Fähranleger war es noch menschenleer. Ich habe diese ruhige Stimmung sehr genossen. Auch dieser leere Strand war ein Genuss.

Nach dem Frühstück sind wir gleich aufgebrochen Richtung Stockholm weiter. Wir haben uns durch die enge Hauptstraße in Gänna zurückgequält, es gab zum Glück keine Probleme. Zuerst haben wir Norrköping angesteuert, diese Stadt aber schnell wieder verlassen. Es war eine komische Atmoshpäre, also ging es noch 65 km nach Nyköping zum Hafen.

Adresse Stellplatz am Hafen: Spelhagsvägen 14 in 61131 Nyköping (10 Wohnmobile haben Platz, 2 müssen auf Strom verzichten)
Das erste Mal konnten wir nur über App bezahlen, dass war natürlich wieder eine Herausforderung. Aber wir haben es geschafft. 114 SEk kostet uns der Platz für 24 h.

Wir haben Glück und ein großer Platz für uns ist noch frei. An unserer Seite gibt es keinen freien Strom mehr, sodass wir unser Kabel über die Hecke geworfen haben und einfach von einem anderen Platz den Strom genommen haben. Das sollte natürlich nicht auf Dauer gutgehen. Jemand anderes hat den Platz belegt und unser Kabel natürlich rausgezogen. Herr P. fand das natürlich garnicht gut, aber wir mussten kleinbeigeben. Dann haben wir zu Fuß einen Abstecher in die Stadt gemacht. Der Weg führt immer am Wasser eintglang, ein wunderschöner Weg. Hier einige Bilder:

Der Marktplatz war auch wunderschön angelegt. Leider habe ich keine weiteren Infos über die Stadt, werde sie aber bei Gelegenheit ergänzen. Dann haben wir noch einen COOP aufgesucht, in einem Gewebegebiet, außerhalb des Zentrums. Heute haben wir die meisten Schritte zu Fuß abgelegt. Wir haben ja die Fahrräder dabei, aber nicht wirklich weit gedacht. Egal, wir haben uns bewegt.

Wir sind jetzt noch ca. 120 km von Stockholm entfernt, also wird das dann morgen unsere Fahrstrecke.

Sonntag, 11.07.2021
Fahrt von Nyköping nach Stockholm
gefahrene km: 98
Stand: 1.193.385

Für mich war die Nacht 5 Uhr zu Ende. Ich habe die Sonne bei uns rein scheinen sehen und musste aufstehen. Es war war ein schöner Sonnenaufgang. Ich war ganz alleine unterwegs. Ich musste ein paar Fotos und Videos drehen, dann habe ich mich mich wieder ins Bett gelegt und noch 2 Stunden geschlafen. Ich konnte ja keinen Lärm machen.

Nach dem Frühstück haben wir noch eine kleine Runde am Hafen gedreht und zwar sind wir auf den super langen schwimmenden Steg mit im Wasser gegangen. Eine super coole Idee, solch eine lange Verbindung mitten über das Wasser zum nächsten Festland zu schaffen.

Dann ging es darum noch einen Stellplatz in Stockholm zu buchen. Kurz vor Stockholm war auf der Gegenseite ein großer Stau. Man gut, dass wir in die andere Richtung gefahren sind.

Irgendwie haben wir das online nicht hinbekommen. Telefonieren hat auch nicht funktioniert. Mein Bruder musste helfen und hat es dann geschafft uns einen Stellplatz mitten in der City zu buchen. Hätten wir nicht gebucht, wären wir nicht mehr auf den Platz gekommen, alles ist ausgebucht.
Adresse: Wohnmobilcamping Langholmens http://www.husbilstockholm.se, Skutskepparvägen, 11173 Stockholm

Die Fahrt war super entspannt, knappe 100 km sind wir gefahren. Den Stellplatz haben wir doch tatsächlich beim ersten Anlauf gefunden. Es war super eng und ging über eine kleine Brücke. Aber wir waren richtig und haben noch einen Platz bekommen. Der Platz ist nicht wirklich schön, direkt unter Autobahnbrücke. Die Flieger sind über uns, eine riesige Hauptstraße anbei aber auch ein herrlicher Wasserkanal direkt vor der Nase.

Nachdem Torsten den engen Platz angesteuert hat, haben wir ausgepackt und ich bin gleich auf’s SUP. Mutig wie ich bin, natürlich ohne Weste. Mitten auf dem See habe ich doch Muffen bekommen, da es windiger wurde und einige Boote ziemlich viele Wellen machten. Also bin ich umgekehrt und habe mir die Schwimmweste bringen lassen. Da habe ich mich wesentlich sicherer gefühlt. Es hat so unglaublich viel Spaß gemacht. Das Wetter ist auch gigantisch gut.
Hier einige Bilder aus meiner Perspektive im Sitzen auf dem SUP:

Am Abend waren wir dann mit meinem Bruder und seiner Frau verabredet. Sie wohnen nicht weit von uns entfernt in einem Appartmenthotel und machen auch Urlaub. Es war total schön, die beiden zu sehen und dann sind wir gemeinsam Pizzaessen gegangen. Morgen verbringen wir den Tag auch zusammen und lassen uns einfach treiben.

Jetzt noch ein Feierabendbier und langsam seelisch und moralisch auf die Nacht einstellen. So ruhig wie die letzten Nächte wird es nicht werden.

Montag, 12.07.2021
Stockholm
gefahrene km: 0
Stand: 1.193.385
nur mit dem Fahrrad gefahren

Die erste Nacht auf dem Stellplatz in Langholmen war eine Katastrophe. Herr P. wollte nachts 3 Uhr alles zusammenpacken und den Platz verlassen. Er hat die ganze Nacht kein Auge zugetan. Dem entsprechend war die Laune am Morgen. Irgendwann hat er sich wieder eingekriegt. Wir sind mit dem Rad in das Zentrum gefahren und durch Gamla Stan gebummelt. (Es wurde auch Oropax gekauft). Die Innenstadt ist eine große Baustelle, überall wird gebaut, der Palast und viele große Gebäude sind eingerüstet. 2 Stunden sidn wir rumgebummelt, dann hatten wir keine Lst mehr. Die Temperatur liegt bei ca. 25 Grad, was völlig untypisch ist für Stockholm.

Am Nachmittag haben wir uns mit Marco und Momo getroffen und sind an einen kleinen Strandabschnitt direkt bei uns gegangen. Das SUP musste natürlich auch mit. Marco wollte es unbedingt mal ausprobieren und er wurde immer mutiger und es klappte immer besser.

Abends sind wir im Texas Longhorn, direkt am Strand in einem Steakhaus essen gegangen. Auch dort sind wir hingeradelt. Es waren noch ein schwedischer Kollege und ein Kollege aus München von Marco dabei. Ein sehr netter Abend. Gegen 22 Uhr waren wir zurück auf unserem lauten Stellplatz.

Dienstag, 13.07.2021 (Tag 10)
Fahrt von Stockholm nach Trosa
gefahrene km: 69
Stand: 1.193.459

Die Nacht war einigermaßen erträglich. Ich habe alles zum Duschen gepackt, mache die Tür auf und sehe sofort, dass 1 Fahrrad weg ist. Mein kleines Klapprad wurde weggestellt und Tortes Mountainbike hat sich jemand geschnappt. Sehr ärgerlich, aber wir sind ja selber schuld, dass wir die Räder nicht angeschlossen haben. Ich habe die Nacht auch ein komisches Geräusch gehört, aber war zu schlaftrunken, um wirklich zu realisieren, was da los ist. Jetzt müssen wir halt viel zu Fuß gehen oder nacheinander fahren…

Wir haben alles gepackt, entleert und aufgefüllt und sind rechtzeitig aus Stockholm rausgefahren nach Trosa an die Küste.

Wir hatten mal wieder super Glück. Es waren gerade Plätze freigeworden und wir hatten natürlich keine Reservierung. Wir haben einen schönen Platz direkt am Hafen ergattert für 280 SEK inkl. sauberen Duschen und Toiletten, aber ohne Strom. Wir stehen direkt an einer viel befahrenen Straße, mal sehen, wie die Nacht wird. Das Örtchen ist wunderschön. Hier liegen unglaublich viele große und kleine Schiffe, auch super teure Yachten. Es macht Spaß, sich das alles anzuschauen. Auf’s SUP bin ich nicht, es war mir echt zu windig.

Bild unten: Blick aus dem Womo auf den Hafen

Trosa, Blick aus dem Womo

Mittwoch, 14.07.2021
Trosa
gefahrene km: 0

Sonnenaufgang um 04:30 Uhr in Trosa

Heute gibt es nicht viel zu berichten. Aus irgendwelchen Gründen hat es Herrn P. heute richtig aus den Latschen gehauen. Am frühen Morgen ging es ihm richtig schlecht, alles kam wieder raus aus diversen Öffnungen. Er war komplett außer Gefecht gesetzt. Ich habe dann den Stellplatz verlängert, da er in diesem Zustand niemals hätte fahren können. Bis zum Abend hat er sich zum Glück wieder erholt. Da wir immer das Gleiche gegessen haben und es mir total gut geht die ganze Zeit, war es vielleicht alles ein bisschen viel und der Körper hat ihn zur Ruhe gezwungen.

Am Abend haben wir eine kleine Runde durch den Hafen gedreht. Ein wirklich hübsches kleines Örtchen. Wir waren so fróh, dass wir einen Stellplatz etwas abseits von dem ganzen Trubel hatten, denn direkt am Anleger war es super laut.

Mehr gibt es zum 14. Juli nicht zu berichten. Ich bin einfach nur heilfroh, dass Herr P. wieder auf dem Damm ist.

Donnerstag, 15.07.2021 (Tag 13)
Fahrt von Trosa nach Bjursunds Familjecamping Loftahammar
gefahrene km: 210

Nachdem die Nacht wieder sehr laut aber dennoch ohne große Störungen verlief, haben wir am Morgen den Lkw wieder fahrbereit gemacht, alles leer gemacht, wieder aufgefüllt und sind gegen 10 Uhr los. Torte hat einen kleinen ruhigen Hafen ca. 200 km rausgesucht, den haben wir angesteuert. Das Wetter meint es immer noch viel zu gut. Es sind ca. 30 Grad und wir schwitzen ganz schön. Die Fahrt verlief ganz gut, bis auf einen größeren Stau. Es ging ca. 30 Min. kaum voran. Aber egal, wir haben ja Zeit.

Den Hafen wir dann auch gut gefunden, aber der Stellplatz in Loftahammer hat uns überhauot nicht gefallen. Auf dem Weg dorthin sind wir an einem Campingplatz vorbei gekommen, den haben wir dann angesteuert. Es ist noch ein Platz für uns frei. Wir wissen noch nicht, ob wir 1 oder 2 Nächte bleiben. Wir sind hier von vielen Dauercampern umgeben. Es ist ein richtiger Seniorenplatz. Es gibt sogar ein Hinweisschild: Achtung Senioren kreuzen den Weg, so wie die bei uns für Kinder aufgestellt werden.

Der Platz ist sehr schön und großzügig. Wir sind direkt am Wasser, haben uns auch gleich abgekühlt. Wir haben mein SUP aufgepumt und ich habe noch eine Runde gedreht. Ich war ganz alleine. Es war traumhaft schön.

Zum Abendessen gab es heute Nudeln mit Tomatensoße, denn hier ist überhaupt nichts weiter in der Nähe. Morgen entscheiden wir, wie es weiter gehen wird. Wir bewegen uns langsam wieder Richtung Heimat.

Freitag, 16.07.2021
Fahrt von Loftahammar nach Kalmar
gefahrene km: 175
Stand. 1.193.861

Die Nacht war sehr entspannt und ruhig. Am frühen Morgen begann es sehr heftig zu stürmen. Wir haben sicherheitshalber alles reingenommen. Wieder ist es sehr warm, auch schon am frühen Morgen. 22 Grad und bewölkt. Wir gehen noch ein letztes Mal auf den tollen großen Walfelsen und genießen den Ausblick. Leider konnte ich nicht mehr auf’s SUP. Es war einfach zu stürmisch.

Wir haben uns entschieden nach Kalmar zu fahren. Von hier aus würde man auch auf die Insel Öland kommen. Aber das verkneifen wir uns für diesen Urlaub, vielleicht ein anderes Mal, dann aber auch länger. Ursprünglich wollten wir auf einen Stellplatz mitten in der Stadt. Wir haben ihn auch sofort gefunden, aber es war kein Platz mehr frei. Die Platzaufteilung für die Womos war so uneffektiv gestaltet, dass dort kaum Platz war für Viele.

Nicht empfehlenswert im Zentrum

Wir sind dann auf den großen First Camp 4 km entfernt gefahren. Die Anmeldung verlief ohne Probleme, wir bleiben 1 Nacht. Die Plätze werden immer teuer 452 SEK. Wir haben die freie Platzwahl auf 2 Wiesen unter Kiefern. Schlau wie wir sind haben wir uns natürlich auf einen schönen, aber für uns falschen Platz gestellt und alles schön aufgebaut. Dann kam ein Lichtblick und wir haben festgestellt, dass wir dort gar nicht stehen dürfen. Also wieder zusammengepackt und auf den für uns zugewiesenen Platz gefahren. Hier stehen alle kreuz und quer. Hoffentlich kommen wir da morgen wieder ohne Probleme raus.

Da uns ja ein Fahrrad abhanden gekommen ist und wir nicht die ganze Zeit auf dem Platz rumhängen wollten, haben wir beschlossen, Torste fährt mit dem Klapprad und ich laufe in die Stadt. Bei der Anmeldung wirde uns gesagt, alle Fahrräder wären ausgebucht. WIr haben es dennoch noch einmal versucht und sihe da, ein Fahrrad war zum Verleih da. Das kostete wieder 150 SEK. So konnten wo zumindest gleichschnell in die Stadt radeln. Der erste Anlaufpunkt war das Schloss. Ein wunderschönes, wuchtiges Bauwerk von einem Wassergraben umgeben. Die ersten Teile des fünftürmigen Baus sind bereits gegen Ende des 11. Jhds. entstanden. Als Festung konnte das Schloss von 1307 bis zum Beginn des Kriegs gegen Dänemark im Jahr 1611 insgesamt 24 Belagerungen standhalten. Nach 1677 verfiel das Schloss zusehends, war mal Schnapsbrennerei, mal Gefängnis, bis es Mitte des 19. Jhd. Stück für Stück restauriert wurde.

Die 1972 eröffnete Ölandbrücke, mit 6072 m eine der längsten Brücken Europas, verbindet den Stadtbereich mit der östlich, jenseits des Kalmarsunds, vorgelagerten Insel Öland. Die Passage ist kostenlos.

Wir sind ein bisschen rumgebummelt und sind dann wieder zurück auf unseren Platz gefahren. Ich glaube, auf dem Platz in der Stadt hätten wir ein fürchterliche Nacht direkt an der Hauptstraße verbracht.

Samstag, 17.07.2021
Fahrt von Kalmar nach Trelleborg
gefahrene km: über 200

Es war wieder traumhaftes Wetter und ich habe mir im Wald einen schönen Platz gesucht, um Yoga zu machen und gleichzeitig ein Waldbad genommen.

Wir haben uns entschieden, langsam wieder Richtung Deutschland zu fahren. Auf der Fahrt entlang der Küste haben wir den Ort Karlskrona gesehen, wo eine Fähre abgelgt anch Danzig. Im ersten Moment dachten wir, dass hätte doch was, noch nach Polen zu schippern und dort an der Ostseeküste zurückzufahren. Wir sind direkt zu dem Fähranleger gefahren und wollten Tickets buchen. Das war natürlich völlig naiv, denn die Schalter sind nur besetzt, kurz bevor die Fähren an- und ablegen. Wir hätten 2 Stunden bis zur Öffnung warten müssen. Dann sind wir noch einmal in uns gegangen und haben festgestellt, dass Danzig – Goslar 800 km sind. Irgendwie doch ganz schön viel. Nach weiteren Recherchen haben wir uns dann beschlossen, weiter nach Trelleborg zu fahren und von dort die Fähre am nächsten Morgen 10:45 Uhr nach Travemünde zu nehmen. Die Fähre nach Rostock hätte uns leider nicht mitgenommen, da wir zu groß und zu schwer sind. Für 190 € haben wir eine Überfahrt gebucht.

Wir hatten noch viel Zeit, sind noch einmal im COOP einkaufen gegangen und sind dann auch einen Stellplatz nur 5 Min. vom Fähranleger gefahren. Ein Platz direkt am Strand. Wir hatten vorab im Internet gelesen, wir man auf den Platz gelangen kann. Der Platz hat eine Schranke und davor einene Aufsteller mit Anleitung. Man muss mit einem Barcode-Scanner den Strichcode scannen und sich auf der Internetseite registrieren und bezahlen, dann bekommt man per SMS den Code für die Schranke, ggf. Strom und die Toiletten. Wir haben es hinbekommen und uns ganz frech in die erste Reihe mit Blick zum Meer gestellt.

Im Nachhinein haben wir festgestellt, dass wir eigentlich in der 3. Reihe hätten parken müssen, aber wir haben mal wieder nicht richtig gelesen. Da die Plätze alle belegt waren, wahrscheinlich keiner richtig gelesen hat und sich irgendwo auf einen freien Platz gestellt hat, sind wir in der ersten Reihe stehen geblieben. Der Platz war ganz in Ordnung. Der Strand war sehr schmutzug und voller Seetank. Baden ging leider nicht. Neben uns standen 2 Schweizer, die mit uns schon gemeinsam in Malmö standen. Wir haben dann dann einige Stunden bei Wein und Bier noch zusammengesessen und geklönt.

Die Nacht wurde es unglaublich stürmisch. Man gut dass wir alles abends reingenommen haben. Wir mussten dann auch die Fenster komplett schließen.

Sonntag, 18.07.21
Fahrt mit der Fähre von Trelleborg nach Travemünde, Weiterfahrt nach Warnemünde

Wir haben morgens in Ruhe gepackt und sind zur Fähre gefahren. Seit heute ist Schweden wieder komplett aus der Risikoeinstufung raus. Gestern waren noch 2 Gebiete betroffen. Wir haben uns mit dem QR-Code der Bestätigung am Terminal eingecheckt. Alles ging schnell und völlig problemlos. Niemand wollte irgendwelche Dokumente sehen. Wir waren sehr pünktlich am Anleger, aber da wir doch recht groß sind, wurden wir erst nach allen Autos auf die Fähre gelassen. Na egal, mit 20 Minuten Verspätung ist die Peter Pan dann abgelegt.

Die Überfahrt war recht langweilig, sehr nervig, da dort die Kinder immer schreiend und tobend an uns vorbei gerannt sind. Es waren alle Kinderanimationen geschlossen. Auf der Fähre haben wir uns eine ganz Weile mit Standplatznachbarn vom Vortag unterhalten. Sie wohnen im Hochwassergebiet und ihre gesamte untere Hausetage wurde von den Wassermassen erfasst. Sie wissen noch nicht, was sie zu Hause erwartet.

In Travemünde sind wir sehr pünktlich angekommen und die Fahrt von der Fähre ging auch sehr zügig. Dann haben wir ins Navi Ziel: Warnemünde eingegeben und sind 1,5 h ganz entspannt dahingerollt. Ein riesiger Platz hat uns erwartet mit Security. Sie haben uns eingewiesen, uns erklärt, wie alles funktioniert, auch das Bezahlen. Für 1 h mussten wir noch 4 € bezahlen und am nächsten Morgen dann für den ganzen Tag 20 €. Da wir ein Womo sind, zahlen wir immer mindestens das Doppelte. Die Nacht war sehr ruhig, das erste Mal, haben wir wieder richtig im Dunklen geschlafen und die Möwen kam erst am frühen Morgen.

Montag, 19.07.2021
Warnemünde, Strandtag
km-Stand: 1.194.330

Torsten ist 8 Uhr aufgestanden, um die Parkuhr zu füttern für den ganzen Tag, aber 22 Uhr ist wieder frei. Nach dem Frühstück geht es jetzt an den Strand und heute Mittag treffen wir uns hier mit unserer lieben Freundin Bianca aus der Heimat.

Vormittags haben wir uns einen Strandkorb für 12 € gemietet, da es doch sehr windig war. So konnten wir es super gut am Strand aushalten . Es waren kaum Leute an diesem Strandabschnitt, es war wohl zu windig. Die rote Fahne war gehisst, also durfte niemand ins Wasser gehen. Einige haben es aber dennoch versucht und wurden schnell vom Bademeister rausgepfiffen.

Am Mittag haben wir uns mit Bianca getroffen. Wir haben einen wundervollen Tag zusammen verbracht in Warnemünde. Erst einen langen Strandspaziergang bis zur Mole, dann rumbummeln mit toller Rock-’n Roll-Einlage auf der Strandmole.

Am Abend kam noch Emma dazu und hat leckeres Softeis nach DDR-Rezept für uns mitgebracht. Wir haben einen herrlichen Sonnenuntergang am Strand genossen.

Da das Wetter am nächsten Tag nicht wirklich schön werden sollte, haben wir uns entschieden nach dem Frühstück direkt nach Hause zu fahren.

Dienstag, 20.07.2021
Warnemünde nach Goslar

Wir sind sehr entspannt nach Hause gerollt mit einer kleinen Pause kurz vor Celle. Leider hat das nette Hofcafè nur freitags bis sonntags auf, so dass wir nicht einkehren konnten.

Wir haben uns schon sehr auf Zuhause gefreut und dann 5 km vor Bockswiese, am Auerhahn wollte der Lkw einfach nicht mehr. Von einer Sekunde zur nächsten hatte er keine Leistung mehr und blieb am Berg vor der letzten Kurve stehen. Wir haben ihn einfach nicht mehr anbekommen. Wir hatten noch Diesel im Tank und waren uns sicher, dass es bis nach Hause reicht, aber wir haben die Berge vergessen und somit hat er dann nicht mehr ausreichend Diesel bekommen und nichts ging mehr. Wir haben unsere Tochter angerufen, dass sie mit dem Auto kommt, zwei der 4 Wassertanks zu Dieseltanks umfunktioniert und sind 2 x gefahren, um 80 l Diesel aus CLZ zu holen und reinzukippen. Zwischenzeitlich hatten wir natürlich 2 Warndreiecke aufgestellt.

Leider ist er trotz genug Diesel nicht mehr angesprungen. Uns blieb nichts anderes übrig als beim ADAC anzurufen. Eigentlich hatte man uns gesagt, dass der Lkw nicht über den ADAC versichert werden könnte, da er zu groß ist. Aber der junge Mann am Telefon sagte, kein Problem, über die ADAC-Plus passt es. Eine Stunde später kam ein ADAC-Begleitfahrzeug und etwas später ein LFB Abschleppwagen. Die beiden Männer haben sofort gesagt, das zahlt der ADAC nicht, einfach zu groß. Uns war es langsam egal, wir mussten irgendwie von der Straße runter. Abschleppen hätte nicht funktionert. Aber dann haben sie versucht Bremsenreiniger wohldosiert in den Ansaug des Luftfilters zu sprühen. Nach einer ganzen Weile sprang der Lkw tatsächlich an und Torsten konnte den Berg hochfahren. Er ist sofort zur nächsten Tanke gefahren und ihn voll zu tanken. Es war uns eine Lehre mit zu wenig Diesel Berge hoch zu fahren.

Der ADAC hat natürlich die Kosten nicht übernommen und so kam promt eine Rechnung über 448 €. Damit hätten wir den Lkw einmal voll tanken können. Egal, nicht weiter ängern. Es ist ja im Grunde alles gut gegangen und wir haben wieder dazu gelernt.

Im großen und Ganzen war es wieder eine tolle Reise. Aber so vollkommen ins Blaue fahren, ganz ohne Ziel werden wohl nicht mehr machen. Im Vergleich zu letzten Jahr hat uns die Norwegenreise etwas besser gefallen. Norwegen ist viel abwechslungsreicher von der Natur her.


2 Kommentare zu „Der Weg ist das Ziel 2021“

  1. Hallo Ihr zwei, ja die Schweden lieben ihre Lördagsgodis, also Samstagssüßis. Ich bin immer an den unendlich erscheinen Lakritzregalen hängen geblieben und aus “ Na so 2- 3 Sück gehen ja“ , sind dann dochviel mehr geworden… Genießt die Zeit. LG Anke und Matthias

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