Spontane Kurzreise nach Holland zum Ijsselmeer

Ijsselmeer vom 03.10. bis 06.10.2018

Wir haben uns spontan zu einem Trip an das Ijsselmeer entschieden. Nur zu empfehlen. Lest mehr.

Mittwoch, 03.10.2018 von Goslar nach Lemmer in den Niederlanden
Wir haben uns vor einigen Tagen kurz entschlossen mal in die Niederlande zu fahren, da wir außer Amsterdam dort bisher nicht viel gesehen haben. Ohne große vorherige Planungen haben wir einige Stellpläne irgendwo am Meer rausgesucht.
Das Wetter war optimal heute morgen, nach den 2 Tagen Regen. Bei Sonnenschein sind wir 09:30 Uhr gestartet.
Seit unserer großen letzten Baltikum-Reise war unser Lkw nicht mehr bewegt worden. Er ist problemlos angesprungen.

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Das Wetter blieb leider nur bis kurz vor Bremen so schön, dann regnete es immer mal wieder. Unterwegs stellten wir fest, dass wir auf der Hinfahrt auf alle Fälle noch tanken müssen. Nachdem wir uns entschieden hatten, die nächste Tanke ist unsere, haben wir schon die Grenze überquert. Es kam auch sofort eine Tankstelle. Doch bei dem Blick auf den Preis wurde uns ganz anders: 1,52 €. Wir beschlossen kurzerhand wieder zurück nach Deutschland zu fahren und dort im nächsten kleinen Ort zu tanken. Für 1,37 €  und 150 l zu tanken, tat nicht ganz so dolle weh wie für 1,52 €/l, aber irgendwie doch ein bisschen…

Groningen erreichten wir als erst größere Stadt. Da es nicht mehr regenete entschieden wir uns, direkt in das Zentrum zu fahren. Das war wieder nicht so einfach einen Parkplatz zu finden. Sie Straßen waren recht eng und wo wir parken wollten, waren immer Be- und Entladezone. Aber nach einer Weile kreisen haben wir dann eine tollen Platz gefunden. Parkautomaten funktionieren nicht mit Bargeld. Wir mussten eine Kreditkarte nehmen. Der Preis war heftig. 2,70 € für 30 Minuten. Die Stadt war sehr lebendig. Wir mussten aufpassen, dass wir nicht von den vielen Fahrrädern angefahren werden. Die sind hier massig unterwegs und verdammt schnell. Wir schlenderten bis zu einem zentralen Platz wo es viele Marktstände gab. Ich musste natürlich ein bisschen probieren und auch einkaufen. Der nächste Supermarkt war auch meiner. Ich musste doch das Lakritzangebot inspizieren. 3 verschiedene Sorten müssen erst einmal reichen. Es gab einige coole Geschäfte und eine schwule Combo unterhielt die Passanten mit super lauter Musik. Es war lustig anzusehen und zu hören.

 

 

Nach ca. 1 h fuhren wir dann weiter bis nach Lemmer, noch ca. 70 km und stehen jetzt an einem Yachthafen. Der Preis für 1 Nacht ist heftig: 16 € zzgl. 2,50 Strom, WLAN 0,50 € pro Gerät und Duschen 0,50 €. Jachthaven Lemmer Binnen, Plattedijk 10, 8531 Lemmer. Bis zum Zentrum ist es ca. 1 km. Neben der Hauptstraße befindet sich ein schöner, großer Strand. Den werden wir morgen bei Tageslicht näher anschauen und auch einen Gang in das Zentrum machen. Bis 13 Uhr müssen wir den Platz verlassen. Das Abendbrot war wie zu Hause: Brot, Wurst, Käse und Gemüse.

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Zum entspannen trinke ich noch ein Glas Rotwein, es soll ja gesund sein, da er OPC enthält.

Gefahren: 461 km

Donnerstag, 04.10.2018 von Lemmer nach Hoorn

Heute morgen wurden wir unsanft geweckt durch Straßenbaulärm. Der Himmel war bewölkt. Die Nacht war in Ordnung trotz Hauptstraße, die nur 20 m entfernt ist. Nach einer Dusche ( 50 ct. für 3 Min) haben wir gemütlich gefrühstückt und sind dann einmal in die Stadt Lemmer gegangen. Eine wunderschöne, niedliche Stadt. Alles ist sehr gepflegt und mit viel Kreativität gebaut worden. Wir sind durch die kleinen Gassen geschlendert und haben die hübschen kleinen Häuschen bewundert. Es war eine tolle Atmosphäre. Wir sind jetzt zum Saisonende hier. Den Sommer über waren hier bestimmt ganz viele Touristen.

Gegen 11:30 Uhr sind wir dann nach Hoorn aufgebrochen. Nach 1-stündiger Fahrt auf einer super ausgebauten A7 sind wir nach Hoorn gefahren.

Es sind gerade mal noch 30 km bis Amsterdam. Es ist eine Überlegung wert dort Zwischenstation zu machen. In Hoorn haben wir wieder den Yachthafen angesteuert, obwohl wir wussten, dass der Wohnmobilstellplatz nur bis 1.10. geöffnet ist. Wir sollten es dennoch versuchen. Alle Tore waren verschlossen aber wir sahen noch einige Wohnmobile stehen und ich habe einfach jemanden durch den Zaun mit ganz viel Charme angesprochen und er hat uns tatsächlich für 1 Nacht noch auf den Platz gelassen. Hier werden alle Yachten für den Winter fertig gemacht. Wir haben ein tollen, ruhigen Platz – nur 30 m vom Meer – entfernt. Es wird eine sehr ruhige Nacht werden. Nach Anmeldung beim Hafenmeister (15 € die Nacht inkl. Strom und WLAN, 1 € duschen) haben wir diese bezaubernde Stadt erkundet.

Jachthaven De Grashaven, Villerseiland 221, 1621 AA Hoorn

Es gibt viele kleine enge Gassen und mit super vielen kleinen, hübschen Häusern und schönen Geschäften. Wir waren in einem coolen Laden, in dem diverse Designer ihre Arbeiten präsentieten.

Die ganze Stadt ist von Kanälen durchzogen wo ganz viele große und kleine Schiffe anliegen. Es macht richtig Spaß in die Schiffe und in die Häuser zu luken.

Das Wetter war heute sehr wechselhaft, immer wieder Nieselregen und dann wieder trocken. Zum Abend kam die Sonne ein bisschen raus.

Nach einem großen Abendspaziergang (Tagespensum 22.800 Schritte) lassen wir den Abend bei Wein und Bier ausklingen.

Amsterdam werden wir doch nicht als Zwischenstation wählen, wir werden nach Alkmaar weiter fahren.

Gefahren: 96 km

Freitag, 05.10.2018 von Hoorn nach Alkmaar

Die Nacht war super ruhig, wir haben nur das Rauschen des Meeres gehört und einige Möwen. Die sanitären Einrichtungen waren sehr sauber. Mit 1 € konnte man 5 Minuten duschen. Wir sind bei herrlichstem Sonnenschein in den Tag gestartet. Da wir nur 1 Nacht bleiben durften, was wirklich schade war, denn in der Stadt Hoorn gab es noch viel zu entdecken. Dort kann man definitiv ein 2. Mal hinfahren.

 

Wir haben uns gegen Amsterdam entschieden und sind bis nach Alkmaar gefahren, einer traditionellen Käsestadt. Die Stadt ist recht groß und hat ca. 90.000 Einwohner. Sie erhielt 1254 Stadtrecht. Es gibt nur einen Campingplatz. Diesen haben wir dann auch gleich angesteuert.

www. campingalkmaar.nl Bergerweg 201, 1817 ML Alkmaar

Preis 25 € inkl. Strom, zzgl. 3 Euro Touristenabgabe, zzgl. 0,50 € duschen, 0,20 € abwaschen… ein ziemlich teurer Platz. In Amsterdam hätten wir 50 € zahlen müssen.

Na egal, wir stehen sehr gut. Es sind kaum noch Camper auf dem Platz. Der Campingplatz befindet sich ca. 2 km vom Zentrum entfernt. Da wir immer noch keine Fahrräder dabei haben, waren wir fleißig zu Fuß unterwegs. Ständig rasten die vielen Fahrräder und Mofas an uns vorbei, auch in der Fußgängerzone. Wir liefen durch die ganzen Gassen der Stadt kreuz und quer.

Gleich am Anfang haben wir ein Poffertjes-Haus entdeckt. Da muss ichte ich natürlich rein, denn ich liebe Poffertjes. Für stolze 9,50 € gab es einen Kuchenteller voll mit Butter und Cointreaux- sehr lecker -.

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Im Käsemuseum machten wir auch Station. 5 € Eintritt pro Erwachsener, inkl. 1 Stk. Käse zur Probe. Das Museum ist sehr nett aufgemacht und wirklich interessant. Da ich ein paar Mitbringsel benötige, habe ich Käse in diversen Varianten eingekauft.

Wir wurden immer fußlahmer und haben uns in einem kleinen Boots-Café „Anne & Maik“ direkt am Wasser niedergelassen. Ein besonderes Bio-Café-Lokal. Nach 4 Stunden hatten wir einfach keine Lust mehr und sind zurück zum Campingplatz. Morgen müssen wir erst 14 Uhr den Platz verlassen. Mal sehen, was wir noch machen werden. Am morgigen Samstag werden wir wieder die Heimreise antreten, ca. 7 h Fahrt.

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Gefahren: 28 km

 

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